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Pro-Kopf-Verbrauch von über 20 Litern Wein pro Jahr / Im Weinwirtschaftsjahr 2003/04 fast 20 Mio. Hektoliter Wein- und Sekt vermarktet.
Die Trinkweinbilanz, die alljährlich im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) durch den Deutschen Weinbauverband erstellt wird, gibt einen umfassenden Überblick über die inländische Marktentwicklung für Still- und Schaumweine. Sie beinhaltet sowohl den Konsum außer Haus, beispielsweise in der Gastronomie, als auch den Wein- und Sekteinkauf der privaten Haushalte in einem Weinwirtschaftsjahr.
Nach der aktuellen Bilanz wurden in Deutschland von August 2003 bis Juli 2004 insgesamt 16,5 Mio. Hektoliter in- und ausländische Stillweine abgesetzt. Daraus errechnet sich ein durchschnittlicher Weinkonsum von 20,1 Litern pro Person und Jahr und ein Plus von 0,3 l pro Kopf, oder ein gutes Glas Wein mehr als im Vorjahreszeitraum. 43 % der insgesamt konsumierten Weine stammten aus Deutschland. Der Zuwachs verteilt sich auf 0,2 Liter deutschen und 0,1 Liter ausländischen Wein. Für DWI-Geschäftsführer Armin Göring ist diese Entwicklung ein klares Zeichen dafür, dass trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfeldes hierzulande der Wein ein beliebter Bestandteil der Genusskultur geworden ist: „Im Vergleich zum Weinkonsum vor zehn Jahren, trinken die Deutschen heute im Durchschnitt sogar dreieinhalb 0,75 l-Flaschen Wein (2,6 l) mehr pro Jahr“, betont Armin Göring.
Für den Sektkonsum hatten die Bundesbürger offensichtlich weniger Lust oder Gelegenheit, er nahm um 0,2 Liter auf 3,5 Liter pro Kopf ab. Zusammengenommen ergibt sich somit für das Weinwirtschaftsjahr 2003/04 ein insgesamt stabil gebliebener Still- und Schaumweinverbrauch von 19,5 Mio. Hektolitern (+ 0,4 %) oder umgerechnet auf die 82,5 Mio. Bundesbürger von 23,6 Litern (+0,1 l) Wein und Sekt pro Kopf.
Mit einem Nachfragevolumen von nahezu 20 Mio. hl steht der deutsche Weinmarkt an vierter Stelle der weltgrößten Verbrauchermärkte für Wein. Der meiste Wein wird in Frankreich getrunken (ca. 33 Mio. hl), gefolgt von Italien (ca. 29 Mio. hl) und den USA (ca. 23 Mio. hl). Quelle: Deutsches Weininstitut
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