 |
2004 über 100.000 hl Classic qualitätsgeprüft / Mehr Classic als Kabinett trocken aus Rheinland-Pfalz auf dem Markt
Vier Jahre nach ihrer Einführung haben sich die Classic-Weine als fester Bestandteil im Angebot zahlreicher Weingüter, Winzergenossenschaften und Weinkellereien etabliert. Im vergangenen Jahr haben sie erstmals die 100.000 Hektolitermarke überschritten, wie die Zahlen der amtlichen Qualitätsweinprüfstellen belegen.
Mit exakt 107.323 hl wurden letztes Jahr 16 % mehr Classic-Weine gefüllt als 2003. In Rheinland-Pfalz, wo mit 93.000 hl rund 87 % dieser Profilweine erzeugt werden, übersteigen Classic-Weine bereits die trockenen Kabinett-Weine in der Menge um 8.000 hl.
Unter den Weinanbaugebieten ist die Pfalz sowohl bezüglich der Zuwächse (+ 37 %) als auch der angebotenen Mengen (39.000 hl) auf dem Classic-Sektor führend, gefolgt von Rheinhessen (29.000 hl) und Mosel-Saar-Ruwer (19.000 hl).
Für Armin Göring, Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts (DWI), sind diese Zahlen ein eindeutiges Indiz für die richtige Positionierung von Classic im mittleren Qualitätssegment der trockenen Geschmackspyramide, wie sie in der Deutschweinvision 2020 formuliert wurde.
Der Begriff Classic steht für gehobene, harmonisch trocken schmeckende Qualitätsweine, aus klassischen, gebietstypischen Rebsorten wie beispielsweise Riesling oder Spätburgunder. Aufgrund dieses klar umrissenen Geschmacksprofils ist eine Geschmacksangabe überflüssig. Ebenso wird auf die Angabe von Weinlagen verzichtet und neben der Rebsorte lediglich das Anbaugebiet sowie der Erzeuger in den Vordergrund gestellt. Classic kann als eine Art Dachmarke angesehen werden, die mit ihrem signifikanten Schriftzug von Winzern, Genossenschaften und Kellereien aus allen 13 deutschen Anbaugebieten angeboten werden kann.
Für viele Weinkonsumenten ist Classic mittlerweile ein Begriff: Umfragen der Forschungsanstalt Geisenheim ergaben, dass der Bekanntheitsgrad von Classic im Vergleich zu anderen in den letzten Jahren eingeführten Weinbezeichnungen überdurchschnittlich hoch ist. Leicht verständliche Rebsortenprofilweine stoßen im Ausland ebenfalls auf zunehmendes Interesse, wie Classic-Listungen beispielsweise in Schweden, in den Niederlanden, in Belgien oder auch in Japan zeigen. Quelle: Deutsches Weininstitut
Besuche: 4799
|
 |